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Übertraining vs. Kontinuität

Aktualisiert: 12. März

Anatomische Darstellung eines erschöpften Körpers im Waldeslicht mit sichtbar überlasteter Muskulatur, als Sinnbild für Übertraining, fehlende Regeneration und körperliche Schutzspannung

Übertraining, Kontinuität und der natürliche Lernrhythmus des Körpers


Die Frage nach der „richtigen“ Trainingshäufigkeit beschäftigt fast jeden, der ernsthaft trainiert. Manche haben das Gefühl, zu wenig zu tun, andere spüren, dass ihr Körper nicht mehr richtig mitmacht. Beides sind wichtige Signale.

Training ist ein Reiz – Entwicklung ist ein Prozess


Training bedeutet immer, dem Körper einen Reiz zu setzen. Dieser Reiz fordert:

  • Muskeln

  • Sehnen und Faszien

  • Gelenke

  • das Nervensystem


Die eigentliche Entwicklung – Kraft, Koordination, Stabilität – findet nach dem Training statt. Nur wenn ausreichend Zeit zur Anpassung vorhanden ist, entsteht Fortschritt.

Wird der nächste Trainingsreiz zu früh gesetzt, bleibt der Körper im Zustand der Belastung hängen.

Übertraining ist nicht immer „zu hartes“ Training


Übertraining zeigt sich nicht nur durch extreme Belastung. Auch scheinbar „lockeres“ Training kann zu viel sein, wenn:

  • zu häufig trainiert wird

  • keine bewussten Pausen eingeplant sind

  • mentale Anspannung dauerhaft hoch bleibt


Typische Warnzeichen:

  • schlechter oder unruhiger Schlaf

  • sinkende Motivation

  • diffuse Gelenk- oder Muskelschmerzen

  • das Gefühl, trotz Training nicht voranzukommen

Kontinuität als Schlüssel

Der Körper liebt Vorhersehbarkeit. Regelmäßige, moderate Reize schaffen Vertrauen im Nervensystem.


Für die meisten Menschen hat sich bewährt:

  • 2–3 Trainingseinheiten pro Woche

  • klarer Fokus pro Einheit

  • ausreichend Zeit zwischen intensiven Einheiten


Lieber öfter etwas weniger, als selten sehr viel.

Unterschiedliche Trainingsformen – unterschiedliche Wirkung


Nicht jedes Training wirkt gleich:

  • Techniktraining fordert vor allem das Nervensystem

  • Krafttraining fordert Gewebe und Struktur

  • Qigong wirkt regulierend, kann aber bei falscher Dosierung ebenfalls ermüden


Wer alles gleichzeitig intensiv trainiert, überfordert den Körper oft unbemerkt.

Die Sicht der Schützenden Mitte


In der Schützenden Mitte gilt:

Entwicklung geschieht im Gleichgewicht von Reiz und Ruhe.

Ein Körper, der sich sicher fühlt, lernt schneller. Ein Körper unter Dauerstress hält fest.

Zusammenfassung


Es gibt kein „richtig“ im absoluten Sinne – aber ein stimmiges Maß für jeden Menschen.


Ein gutes Training hinterlässt Klarheit, nicht Erschöpfung.

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Die Schützende Mitte – Stabilität unter Druck, Ruhe im Sturm

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