Übertraining vs. Kontinuität
- Shifu Peter

- 21. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 18. Jan.

Übertraining, Kontinuität und der natürliche Lernrhythmus des Körpers
Die Frage nach der „richtigen“ Trainingshäufigkeit beschäftigt fast jeden, der ernsthaft trainiert. Manche haben das Gefühl, zu wenig zu tun, andere spüren, dass ihr Körper nicht mehr richtig mitmacht. Beides sind wichtige Signale.
Training ist ein Reiz – Entwicklung ist ein Prozess
Training bedeutet immer, dem Körper einen Reiz zu setzen. Dieser Reiz fordert:
Muskeln
Sehnen und Faszien
Gelenke
das Nervensystem
Die eigentliche Entwicklung – Kraft, Koordination, Stabilität – findet nach dem Training statt. Nur wenn ausreichend Zeit zur Anpassung vorhanden ist, entsteht Fortschritt.
Wird der nächste Trainingsreiz zu früh gesetzt, bleibt der Körper im Zustand der Belastung hängen.
Übertraining ist nicht immer „zu hartes“ Training
Übertraining zeigt sich nicht nur durch extreme Belastung. Auch scheinbar „lockeres“ Training kann zu viel sein, wenn:
zu häufig trainiert wird
keine bewussten Pausen eingeplant sind
mentale Anspannung dauerhaft hoch bleibt
Typische Warnzeichen:
schlechter oder unruhiger Schlaf
sinkende Motivation
diffuse Gelenk- oder Muskelschmerzen
das Gefühl, trotz Training nicht voranzukommen
Kontinuität als Schlüssel
Der Körper liebt Vorhersehbarkeit. Regelmäßige, moderate Reize schaffen Vertrauen im Nervensystem.
Für die meisten Menschen hat sich bewährt:
2–3 Trainingseinheiten pro Woche
klarer Fokus pro Einheit
ausreichend Zeit zwischen intensiven Einheiten
Lieber öfter etwas weniger, als selten sehr viel.
Unterschiedliche Trainingsformen – unterschiedliche Wirkung
Nicht jedes Training wirkt gleich:
Techniktraining fordert vor allem das Nervensystem
Krafttraining fordert Gewebe und Struktur
Qigong wirkt regulierend, kann aber bei falscher Dosierung ebenfalls ermüden
Wer alles gleichzeitig intensiv trainiert, überfordert den Körper oft unbemerkt.
Die Sicht des Nei Long
Im Nei Long gilt:
Entwicklung geschieht im Gleichgewicht von Reiz und Ruhe.
Ein Körper, der sich sicher fühlt, lernt schneller. Ein Körper unter Dauerstress hält fest.
Zusammenfassung
Es gibt kein „richtig“ im absoluten Sinne – aber ein stimmiges Maß für jeden Menschen.
Ein gutes Training hinterlässt Klarheit, nicht Erschöpfung.




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