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Beweglichkeit im Sinne des Nei Long

Aktualisiert: 18. Jan.

Bambus ist das SyAnatomische Darstellung der Faszien im Rumpfbereich im warmen Waldeslicht, als Sinnbild für Beweglichkeit, Elastizität und die verbindende Struktur des Körpersmbol für Flexibilität und Haltung

Warum Beweglichkeit mehr ist als Dehnen


Viele Menschen halten sich für unbeweglich.In Wirklichkeit sind sie meist nicht steif – sondern angespannt.


Im Nei Long beginnt Beweglichkeit nicht bei Muskeln oder Dehnwinkeln, sondern bei der Fähigkeit des Körpers, Spannung loszulassen, ohne Stabilität zu verlieren.

Beweglichkeit ist kein mechanischer Zustand


Im Nei Long wird Beweglichkeit nicht als maximaler Bewegungsradius verstanden.Sie zeigt sich darin, wie frei, sicher und widerstandslos sich der Körper bewegen kann.


Ein beweglicher Körper ist nicht extrem flexibel.Er ist durchlässig.

Durchlässigkeit bedeutet, dass Bewegung nicht blockiert wird – weder durch Muskelspannung noch durch innere Schutzmuster.

Dehnen: sinnvoll, aber begrenzt


Klassisches Dehnen arbeitet mit Zug.

Es wirkt vor allem auf die Muskulatur und kann kurzfristig das Bewegungsausmaß erhöhen.


Was Dehnen jedoch kaum erreicht:

  • das feine Zusammenspiel der Gelenke

  • tief liegende Spannungsmuster

  • Schutzreaktionen des Nervensystems


Dehnen verändert die Oberfläche – nicht die Ordnung im Inneren.

Öffnen: Raum statt Zug

Im Nei Long sprechen wir weniger vom Dehnen, sondern vom Öffnen.


Öffnen bedeutet:

  • Gelenke bekommen Raum

  • Spannung darf nachlassen

  • Bewegung entsteht aus Struktur


Dieser Prozess geschieht nicht durch Kraft, sondern durch:

  • langsame, kreisende Bewegungen

  • bewusste Ausrichtung

  • ruhige, tiefe Atmung


Der Körper lernt, sich selbst zu organisieren, statt gezogen zu werden

Durchlässigkeit: das eigentliche Ziel


Ein durchlässiger Körper erlaubt:

  • Kraftfluss vom Boden bis in Hände und Füße

  • verbundene, klare Bewegungen

  • weniger Kraftaufwand bei größerer Wirkung


Stabilität entsteht hier nicht durch Festhalten, sondern durch innere Ordnung.Der Körper ist stabil, ohne hart zu sein.

Warum zu viel Dehnen schadet


Wird der Körper regelmäßig über seine aktuelle Struktur hinausgezogen,reagiert er nicht mit Freiheit, sondern mit Schutz.


Die Folgen können sein:

  • erhöhte Grundspannung

  • blockiertes Gelenkspiel

  • Verlust an Kraft und Kontrolle


Der Körper lernt dann nicht Beweglichkeit, sondern Verteidigung.

Ein zentrales Nei-Long-Prinzip


Beweglichkeit entsteht nicht durch Machen, sondern durch Ordnung:

  • Wahrnehmen

  • Lösen

  • Öffnen

  • Stabilisieren


Beweglichkeit ist kein Ziel an sich.


Sie ist ein Nebenprodukt innerer Klarheit.

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